De-constructing the Past – Constructing the Future

Ein theatertherapeutisches und traumasensitives Forschungsprojekt zur kollektiven Identitätsbildung durch die Vermittlung von Geschichten und Bildern über den Holocaust bei Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft in Berlin.

Projektbeschreibung

Das Projekt Deconstruct/Construct beschäftigt sich mit der Frage, wie das Vermächtnis und die Erinnerung an den Holocaust bei Jugendlichen interpretiert und adaptiert wird. Das Ziel ist es eine diskursive und aktive Erinnerungskultur zu kultivieren.

Dieses Projekt untersucht die konstruierten Erzählungen über den Holocaust, die Jugendliche in Deutschland aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen meist unbewusst in ihre Identitätsbildung einbauen. Dabei wird explizit die Perspektive erweitert und auch Haltung gegenüber „Anderen“ im allgemeinen mit einbezogen, insbesondere gegenüber Migranten und Flüchtlingen. Somit hat dieses Projekt als ein wichtiges Ziel die kulturelle Vielfalt Deutschlands.

Das Projekt nutzt theatertherapeutische Methoden und theatralische Prozesse, um Kernbilder in Deutschland lebender Jugendlicher über den Holocaust zu sammeln. Diese Bilder werden vom beteiligten Theatertherapeuten-Team bearbeitet und daraus eine Theater-Performance entwickelt, die den beteiligten Jugendlichen als „Spiegel“ ihres Inputs gezeigt wird – als Grundlage für Veränderungen dieser Bilder und das Entwickeln alternativer Erzählungen. Alle Schritte werden per Video dokumentiert und wissenschaftlich begleitet.

Projektleitung

  • Ingrid Lutz (Berlin)

  • Susana Pendzik (Israel)
  • Jutta Heppekausen (Potsdam)

Projektförderung