Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. (Friedrich Schiller)

Was ist Drama- und Theatertherapie?

Die Drama- und Theatertherapie ist eine handlungsorientierte, künstlerische Therapieform, die eine fruchtbare Verbindung zwischen der ursprünglichen Heilfunktion des Theaters und den Verfahren moderner Psycho- und Sozialtherapien herstellt. Der Therapieverlauf wird als kreativer Prozess verstanden, bei dem neue Zugänge zu vorhandenen Ressourcen gesucht werden und der gegenwartsbezogene Aspekt im Vordergrund steht.

Die Prinzipien der zeitgenössischen Drama- und Theatertherapie basieren auf einer über 40jährigen Erfahrung vor allem in England, den USA und den Niederlanden. Wichtige Pioniere waren dabei Sue Jennings (GB), Alida Gersie (GB), Mooli Lahad (USA/Israel) und Robert Landy (USA). In den genannten Ländern ist Drama- und Theatertherapie heute eine anerkannte und in das staatliche Gesundheitswesen aufgenommene Therapieform. Die vielfältigen Methoden dieser künstlerischen Therapieform sind spezifisch ausdifferenziert für fast alle psychischen Störungen. Sie werden in allen psychosozialen Feldern angewandt und haben sich insbesondere bei sonst schwer erreichbaren Klienten und Problemfeldern bewährt. Die spielerische und körperorientierte Herangehensweise überwindet die Grenzen des rationalen Verstehens, so dass emotionale Aufgeschlossenheit erreicht und neue Perspektiven sowie Handlungsmöglichkeiten erschlossen werden können.


 
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